Konzertbeschreibung

Latin Quarter

Reunited Tour Part 2

Bild Da freuen wir uns doch sehr, dass Latin Quarter nach ihrer fast überall (auch am 24.Februar 2012 im Grend) ausverkauften Tour nochmal ne "Runde drehen"... und erneut im Grend spielen wollen! Diesmal haben sie auch einen Drummer dabei...

„Radio Africa“, „New Millionaires“ – mit diesen Liedern platzierten sich Latin Quarter Mitte der Achtziger Jahre in den Top 20 der Deutschen Single-Charts; ihr Debüt „Modern Times“ wurde rund 250.000 Mal verkauft. Jetzt haben sich vier Musiker der britischen Politpop-Formation (1983-1998) um Frontmann Steve Skaith nach vierzehn Jahren Pause in der Originalbesetzung (mit einer Ausnahme) wieder zusammengefunden und ein neues Album aufgenommen. Dieses wird das Quintett neben seinen bekannten Songs bei den „Reunited Live“-Konzerten in Deutschland vorstellen. „Ocean Head“ (Westpark Music, Vertrieb: Indigo, VÖ: 02/2012) bietet (semi)akustischen (Folk)Pop in bekannter Latin-Quarter-Qualität samt intelligenter, oft politisch-engagierter Texte.
Dass die von Kritikern und Publikum hoch geachteten Latin Quarter wieder reformiert werden würden, hatte sich bereits abgezeichnet. Anfang 2010 veröffentlichte Steve Skaith den Tonträger „Latin Quarter – Revisited“. Dafür hat der Sänger/Akustik-Gitarrist die Hits von einst („Radio Africa“ mit aktualisiertem Text!) und weitere neun repräsentative Songs in einer minimalistisch instrumentierten Variante neu eingespielt – allerdings mit einer Band seines Namens. Dank der radikalen Entschlackung wirken Skaith
stets melodiöse Kompositionen intimer und packender. Er, der schon früh Mitglied einer Menschenrechtsorganisation wurde, stellt dadurch mehr als je zuvor genau das in den Mittelpunkt, was auch zum Latin-Quarter-Markenzeichen geworden ist: die reflektierte, engagierte, zeitlos-aktuelle Poesie von Texter Mike Jones, handelnd von politischen Krisenherden und generellen Missständen. So ist „Even Superman (is dead)“, die erste Single, zwar von der berühmten Comicfigur inspiriert, geht aber genau genommen der Frage nach, welche Bedeutung „große Männer“ wie Obama, Lennon, Marx & Co. heutzutage generell besitzen.
Das konzentrierte Musik-Konzept inklusive der gewohnt pointiert-geistreich-kritischen Botschaft aus Mike Jones Feder setzt Steve Skaith, der ein Bewunderer des auch von Bob Dylan und Eddie Vedder (Pearl Jam) geschätzten amerikanischen Protest-Singer/Songwriters Phil Ochs ist, nun mit den wiederbelebten Latin Quarter fort. Sie bestehen neben ihm aus Sängerin Yona Dunsford, Steve Jeffries (Keyboards) und Bassist Greg Harewood. Diese Besetzung und ihre Lieder garantieren ein höchst abwechslungsreiches Programm, das eindrucksvoll eines beweisen wird: Engagierter Klartext kann durchaus in Form von bestem Entertainment präsentiert werden!