Konzertbeschreibung

The Eternal Afflict + reADJUST + All the Ashes + TiktAAlik

Bild THE ETERNAL AFFLICT
Beeinflusst durch Gruppen wie Christian Death, Bauhaus oder Virgin Prunes formierten sich 1989 The Eternal Afflict. Mark suchte für ein neues Projekt einen Sänger und fand ihn in Cyan. Zuvor noch unter dem Namen Romantic Affliction, veröffentlichten sie drei Demo-Tapes. Im Jahr 1991 erschien das Debut-Album Atroci(-me)ty, 1992 gefolgt von der EP (Luminographic) Agony. Auf beiden erhältlich ist der bekannteste und beliebteste Track: San Diego, der auch heute noch in den Clubs gespielt wird. 1994 war ein dunkles Jahr für die Band, da sich Mark und Cyan aufgrund von Unstimmigkeiten zum Album War und infolge unterschiedlicher Weltanschauungen entschieden, die Band aufzulösen. Nennenswerte Projekte nach der Trennung: Cyan Kills E.Coli und Inside wo sie teilweise zusammenarbeiteten.Vier Jahre später 1998 wurde die Retrospective- Collection Nothing Meant Forever veröffentlicht, als ein kleiner Hinweis darauf, dass The Eternal Afflict nicht für immer aus dem Rampenlicht verschwunden seien. Die Band gab in diesem Jahr auch das erste Konzert nach der Trennung auf einem Festivalin Glauchau. 2001 entschieden sich Cyan, Mark und Winus, ein weiteres Album aufzunehmen. Einfach nur, um zu sehen, ob die Zusammenarbeit funktioniert. Zudem schaffte es keiner, tatsächlich einen Schlussstrich unter The Eternal Afflict zu ziehen. Für das Album Katharsis ließen sie sich etwas Zeit und veröffentlichten es erst 2003, ebenso wie die CDM Godless zum Wave-Gotik-Treffen, wo sie ebenfalls auftraten. In der Zwischenzeit spielten sie einige Konzerte in Deutschland und in Belgien. Ein Jahr später wurde die CDM Black Heritage veröffentlicht, eine rocklastige Veröffentlichung, die nicht nur für positive Überraschungen bei den Fans sorgte. Ansonsten war 2004 ein recht ruhiges Jahr für The Eternal Afflict. Ein Jahr später veröffentlichen TEA, die wohl umstrittenste CD ihrer Karriere. EUPHORIC & DEMONIC (2005) spaltete die Meinung der Fan- und Presse-Gemeinde in 2 verschiedene Lager, die einen liebten die Rohheit und Direktheit dieses Silberlings, die anderen vermissten die bekannte TEA-Eingängigkeit der Songs. Die folgende Europa-Tournee konnte dennoch als voller Erfolg gefeiert werden. Ende 2006 war es noch einmal Zeit für ein "Best Of" - Update in Form von der CD "Realict or Requiem". Danach benötigten die Protagonisten erst einmal wieder ihre übliche Pause voneinander um sich wieder anderen Projekten zu widmen. Anfang 2009 warten TEA mit ihrem eigenen Label AFFLICT ME:RECORDS und dem Independent-Clash des Jahres 2009 auf: Kultelektro trifft auf Mittelalter THE ETERNAL AFFLICT bringen gemeinsam mit QNTAL einen der größten Tanzflächen-Füller der Indie-Szene SAN DIEGO in der Version 2k9 neu in die Clubs. Syrahs elfengleiche Gesänge paaren sich mit Cyans unverwechselbarem Vortrag. Mit spektakulären Remixen von PROJECT PITCHFORK oder auch JESUS ON EXSTASY wird SAN DIEGO 2k9 die Floors erneut erbobern. Als zusätzliches Bonbon wird auch die neu gemasterte Original-EP "Luminographic Agony" auf dieser EP enthalten sein – außerdem die Videoclips San Diego und Agony I Like. Im Juni 2009 folgte das erste neue Studio-Album seit 2006: (-ION). Von der Presse als "Meisterwerk" und "Bestes Eternal Afflict Album ever" in den Electro-Himmel gelobt.

reADJUST
Melodic Body Electro – so nennen reADJUST ihre Musik und treffen den Nagel damit auf den Kopf. Starke Melodien vereinen sich mit Elementen aus EBM, klassischem Dark Electro, sowie einem Hauch Minimalismus und verschmelzen mit maßvoll verzerrten Vocals und bissigen Texten zu einer eigenständigen Symbiose. reADJUST haben es durch viel Willen und Arbeit geschafft, sich in der Szene zu etablieren und können auf eine treue Fangemeinde zählen. Zudem hat die Zusammenarbeit mit anderen Bands (z.B. Leæther Strip, Amnistia, Nachtmahr, Supreme Court, TraKKtor, All the Ashes, Leichenwetter, C-Lekktor, Angstfabrikk, Incubite, Centhron) für eine Steigerung der Bekanntheit gesorgt.

All The Ashes
ALL THE ASHES – kurz ATA – steht für ehrlichen und bodenständigen Elektropop. Geprägt durch die dunklen Klangfarben der 80er und inspiriert vom makellosen Sound der Moderne hat sich ATA im Laufe der Jahre ihren ganz eigenen Platz in der schwarzen Welt geschaffen. Dabei legen die drei Musiker von je her viele Wert auf anspruchsvolle und tanzbare Arrangements.Die Geschichte…ALL THE ASHES wurde 2002 in Essen gegründet. 2007 erschien die EP "Schwarz macht schlank“ mit dem gleichnamigen Titeltrack. Der Song wurde zum Markenzeichen der Band und läuft bis heute in zahlreichen Clubs und Radiostationen. Mit den beiden Alben „Gottesteilchen“ (2011) und „Silence“ (2014) entwickelten sie ihren Sound weiter ohne ihrer Linie untreu zu werden. Ein wichtiger Aspekt war und ist die Live-Präsenz. So füllt sich die Liste der Spielorte mit jedem Jahr weiter. Personen kommen, Personen gehen, aber die Seele bleibt. Nach 15 Jahren Bandgeschichte hat sich mit neuem Sänger Ralph und den alten Weggefährten Carsten (Drums/Programmierung/Ton) und Hendrik (Keyboard/Programmierung/Ton) eine Formation gefunden die diese Seele mit Leben füllt.

TiktAAlik
Tiktaalik ist ein estländisch/deutsches Trip-Hop/Electronic Music Duo bestehend aus Sängerin Layn und MoS Renaud. Seit der Gründung im Sommer 2016 wurde Tiktaalik für über 40 Gigs gebucht und besticht durch Layn´s präsente Bühnenshow und den dynamischen und fetten Live-Sound, der auch durch Gastmusiker (Percussion, Violine und Trompete) veredelt wird. Wenn man eintaucht in die Musik von Tiktaalik, fühlt man sich direkt verortet in die Weiten und Tiefen Islands. Dünne Eisschichten und heiße Geysire ziehen an einem vorbei. Vor allem wenn man dann auch die faszinierenden Melodien der Sängerin vernimmt, fühlt man sich unweigerlich an Björk erinnert. Und doch ist der Gesang weit entfernt von einer Kopie. Die eigene Ausdrucksweise, das Spiel mit ihrem Stimmsound, ihre grenzenlose Emotionalität nimmt den Hörer buchstäblich gefangen und mit auf die Reise durch die Geschichte ihrer Songs. Das Debut-Album von Tiktaalik ist unglaublich spannend und vielfältig. Kaum hat man sich eingeigelt in die Schönheit und Weichheit der ruhigen Songs und Synthesizer, da reißt einen ein bewusst eingesetzter Trip-Hop-Beat aus seiner Entspanntheit. Die Klangbreite der elektronischen Sounds ist fesselnd, aber auch Jazz-Elemente klingen hier und da an, wenn echte „analoge“ Instrumente wie z.B. Streicher auftrumpfen und eine melodiöse Interessantheit in die Songs schleusen, die man zunächst im Entferntesten nicht vermutet hat. Tiktaalik faszinieren wie Polarlichter im kühlen Norden. Eine Erscheinung, die man festhalten möchte. Kräftig und zart zugleich. Referenzen: Goldfrapp, Aphex Twin, Lamb, Björk, Massive Attack Amusio So auch das Debütalbum des gleichnamigen estländisch-deutschen Duos (Tangrami Records/Altone) über weite Strecken einen scheinbar entspannten Eindruck hinterlässt, sei eine deutliche Warnung ausgesprochen: Unter der wohligen Oberfläche eines im erweiterten Sinne mit den Genre-Bestandteilen des Trip Hop versehenen Soundentwurfs verbergen sich Untiefen, die dazu in der Lage sind, mentale Dispositionen zu sondieren. Mit unabsehbaren Folgen...Tiktaalik? Unerhört tückischer Wohlklang. Mit Säure im Balsam. Und aufrechter Ovation – zur Belohnung Black Online: Mal wieder eine grandiose Frühlingsplatte liegt uns mit dem Debüt vom estländisch/deutschen Trip Hop/Electronic Duo mit dem außergewöhnlichen Namen TIKTAALIK vor....Fazit: TIKTAALIK verfügen für meinen Geschmack über musikalische Phantasie und ein esoterisches Ästhetikempfinden, wie man es in heutigen Zeiten nicht mehr oft vorfindet. Hoffen wir mal auf noch mehr Tracks dieses Duos. Medien Info: Das jetzt über Tangrami Rec. erscheinende Debut-Album ‘Tiktaalik’ zeigt eindrucksvoll die Vielfalt der Band.... Orkus: ..warum sich Tiktaalik eigentlich nach einer amphibienartigen, ausgestorbenen Knochenfischart benennen. Das steht im Kontrast zu dem estländisch-deutschen Duo, das mit seinem selbstbetitelten Debütalbum alles andere als "von gestern" ist. Wie tief stille Wasser tatsächlich sein können, zeigen sie in jedem einzelnen Song. Layns extrem wandelbare Stimme erinnert leicht an Björk, jedoch sei dies nur am Rande erwähnt, damit Du Dir ein grobes Bild dieser ganz speziellen Art der Musik machen kannst. Denn abgekupfert ist hier freilich nichts … Rhein-Main Magazin: Die Klangbreite der elektronischen Sounds ist fesselnd, aber auch tanzbare Elemente klingen hier und da an....wenn analoge Instrumente wie z.B. Trompete auftrumpfen und eine melodiöse Interessantheit in die Songs schleusen, die man zunächst nicht vermutet hat. 5 von 5 Alben